Der Kleinanleger Guide: Risikomanagement

Viele Kleinanleger vergessen, wie wichtig es ist seine Risiken zu begrenzen, auf verschiedenen Plattformen wird häufig davon gesprochen wie wichtig und toll Buy & Hold denn sei. Dem stimme ich sogar zu, allerdings füge ich gerne noch etwas hinzu und zwar mache ich aus Buy & Hold ->  Buy, Hold & Check. Warum? Das ist einfach zu erklären, wenn man langfristig in Aktien investiert sein möchte kann es durch aus vorkommen, dass es zukünftig zu einer Veränderung eines Unternehmens kommt, welche zu massiven operativen Änderung führen kann. In manchen Fällen führt das dazu, dass ein Unternehmen nicht mehr konkurrenzfähig ist. Solche Veränderungen können entweder von außen oder von innen kommen, ein tolles Beispiel sind Banken und Fluggesellschaften, beide Branchen sind zwar in vielerlei Hinsichten sehr unterschiedlich, dennoch im entscheidenden Punkt gleich, der Überregulierung durch den Staat. Im Beispiel der Airlines sind dies Umweltabgaben und der Druck der Gewerkschaften. Bei Banken sind dies hohe Auflagen sowie ein sehr niedriger Leitzins. Genau diese Punkte müssten Kleinanleger bei Ihren laufenden Investments kontrollieren, sobald es klar wird, dass ein Unternehmen vor einer Überregulierung steht sollten Anleger einen Ausstieg in Betracht ziehen. Dabei fallen viele auf einen Psychologischen Trick rein, denn die Realisierung von Verlusten wird dabei als sehr schmerzhaft angesehen, dennoch ist es sehr schwer hohe Verluste wieder zu neutralisieren, um das zu veranschaulichen würden ich Ihnen gern eine Rechnung zeigen.

100€ – 50% = 50€ , 50€ + 100% =100€

Als Investor muss man sich nun die Frage stellen, kann ich mit meiner Aktie die bereits 50% gefallen ist, 100% aufholen? Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie sich erstmal über die Umstände klar werden, also warum ist meine Aktie gefallen? Ist der Gesamtmarkt gefallen? Ist die Gesamte Branche gefallen? Gibt es operative Probleme? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen Insolvenz anmelden muss? All diesen Fragen müssen Sie sich bei Ihrer Entscheidung stellen. Wichtig ist es nur eine logische und begründetet Antwort zu finden, Psychologie ist nämlich unser größter Feind an der Börse, denn Gier und Angst können zu sehr irrationalen Entscheidungen führen. Daher sollten Sie sich bei Ihren Investments immer auch ein Exit Szenario setzten, dieser muss nicht an den Kurs gebunden sein, sondern an die fundamentalen Kennzahlen sowie an das operative Geschäft des Unternehmens.

Risikomanagement gibt es nicht nur bei einem Ausstieg aus einer Aktie, sondern auch bei einem Einstieg. Man sollte niemals einer Aktien hinterher laufen nur, weil sie steigt, des weiteren ist immer besondere Vorsicht gegeben wenn Mainstream Medien über Hype Aktien reden, dies ist oftmals ein Anzeichen für eine Blase. Ein weiteres Indiz der auf erhöhtes Risiko hinweist sind hohe Dividendenrenditen. Ebenfalls sollte man Trendbewegungen auf Social-Media-Kanälen immer kritisch hinterfragen, denn es passiert häufig, dass Börsenneulinge den großen Kanälen blind nachkaufen.

Die Risiken vor einem Einstieg versuchen wir bereits durch das Scorringmodell zu reduzieren, was machen wir nun aber, um die Wahrscheinlichkeit eines großen Kursverlustes zu reduzieren?  Dieses Risiko reduzieren wir durch eine regelmäßige Folgebewertung, ähnlich wie in der Buchhaltung suchen wir uns einen Stichtag aus zu dem wir all unsere Titel neu bewerten (dies muss nicht zwingend an einem Tag geschehen, bei einem kleinen Depot geht das fix, bei großen Depots kann das gut und gerne mal etwas länger dauern), hierbei nehmen wir unser Scorringmodell wieder zur Hand und überprüfen unsere Qualitätskriterien. Sollten wir hierbei merken, dass eine Aktie nicht mehr zu unserem Depot passt, ist es nicht verwerflich diese als Buy, Hold & Check Investor aus dem Depot zu werfen, hierbei ist es aber essentiell notwendig Emotionen kontrollieren zu können, denn Verkäufe können durch aus mal schwierig werden. Bevor wir nun aber all unsere Aktien neu bewerten ist es eine gute Idee mal mit befreundeten Anlegern zu sprechen um Zweitmeinungen einzuholen, denn man neigt dazu seine eigenen Entscheidungen seltener in Frage zu stellen, wenn es keinen Anreiz von außen  gibt, aber Achtung Vertrauen Sie auch nicht 100% auf die Meinung eines anderen, denn dieser hat möglicherweise eine andere Anlagestrategie oder sieht nicht das gleiche in einem Unternehmen wie Sie, dass ist öfters der Fall wenn es um neue Technologien geht. Das Beispiel Tesla nutze ich hierfür gerne, mein Vater, ein alter Börsenhase, fragte mich immer was ich denn mit Tesla in meinem Depot möchte, nach der großen Rallye bei welcher ich meine Aktien verkauft habe, ist er selber eingestiegen, was er davor niemals gemacht hätte.

Möchtet ihr den ganzen Ratgeber lesen oder mich unetrstützen? Hier findet ihr den Ratgeber

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